Randolph arbeitet seit drei Jahren als pädagogische Ergänzungskraft im MINIHAUS München in der Fürstenrieder Straße. Er ist Pädagoge geworden, um Kindern Orientierung zu geben. „Man identifiziert sich oft mit dem eigenen Geschlecht – da möchte ich den Kindern als Mann ein Vorbild in unserem Bildungssystem bieten“, sagt er. Ein weiteres Herzensthema ist für ihn das Umweltbewusstsein, das er schon früh in die Erziehung einfließen lassen möchte. Besonders wohl fühlt er sich in der Arbeit mit Kindergartenkindern, denn mit ihnen kann er tiefgründige Gespräche führen – bis hin zu philosophischen Fragen. „Ich selbst habe in dem Alter über den Sinn des Lebens nachgedacht. Damals war das für mich, dass das Leben ein einziges Abenteuer ist, das man erleben darf.“, erinnert er sich.
Als Mann in einem typischen Frauenberuf begegnet Dahlmann zwar vereinzelt Vorbehalten, aber überwiegend großem Zuspruch mit Äußerungen, dass es mehr männliche Pädagogen geben müsste. Im MINIHAUS München fühlt er sich jedoch als wichtiges Teammitglied geschätzt. Er ist überzeugt, dass Männer in diesem Beruf eigene Schwerpunkte setzen können. „Wird man als besonders schnell oder stark wahrgenommen, macht es den Kindern besonders Spaß das auszutesten, beispielsweise durch Fangen spielen oder einem festeren Schuss mit einem weichen Ball.“, erzählt er. In anderen Bereichen hingegen, zum Beispiel beim Binden von Zöpfen oder Kinderschminken, werden seine Kolleginnen bevorzugt. Genau diese Vielfalt in der Betreuung und die unterschiedlichen Stärken im Team machen für ihn die Arbeit im MINIHAUS besonders wertvoll.



