Wie gewinnt man qualifizierten pädagogischen Nachwuchs – und entwickelt ihn gleichzeitig praxisnah weiter? Im MINIHAUS setzt man seit einigen Jahren auf ein duales Studienmodell in Kooperation mit der Internationalen Berufsakademie (IBA). Initiiert wurde das Projekt von Anna Zahlten, stellvertretende Fachliche Leitung, die das Modell von Beginn an begleitet hat.
Ein Beispiel für den Erfolg des Ansatzes sind Marina und Franziska: Beide haben ihr duales Studium im MINIHAUS absolviert – und sind heute weiterhin Teil des Teams.
Theorie trifft Praxis – und beide profitieren
Die Idee hinter dem dualen Studium ist einfach: Studierende arbeiten parallel in den Einrichtungen und absolvieren gleichzeitig ihr Studium.
„Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist sehr gewinnbringend – nicht nur für die Studierenden, sondern auch für uns als Träger.“
Während die Studierenden praktische Erfahrung sammeln, bringen sie gleichzeitig wissenschaftliche Impulse in die Einrichtungen ein – etwa durch Forschungsprojekte oder Praxisarbeiten. Ein klarer Mehrwert für beide Seiten.
Das Projekt startete 2022. Die Kooperation mit der IBA entwickelte sich schnell als unkompliziert und partnerschaftlich. Die Studierenden arbeiteten rund 20 Stunden pro Woche im MINIHAUS und studierten parallel Sozialpädagogik und Management – eine Kombination, die sowohl pädagogische als auch organisatorische Kompetenzen stärkt.
Enge Begleitung und echte Einbindung
Ein zentraler Erfolgsfaktor war die intensive Betreuung: Neben der Anleitung vor Ort übernahm Anna die übergeordnete Begleitung und reflektierte regelmäßig mit den Studierenden ihre Erfahrungen.
„Dadurch ist eine enge Bindung entstanden – nicht nur zum Haus, sondern auch zur Geschäftsstelle.“
Diese enge Verzahnung sorgte dafür, dass die Studierenden nicht nur „mitlaufen“, sondern aktiv eingebunden werden – so auch Marina und Franziska, die früh Verantwortung übernahmen.
Besonders deutlich wurde der Effekt des Modells in der Entwicklung der Studierenden: Während zu Beginn noch Unsicherheit dominierte, wandelte sich ihre Rolle schnell.
„Am Anfang waren es Studierende – am Ende waren es Fachkräfte.“
Bereits im Laufe des Studiums übernahmen Marina und Franziska Verantwortung, leiteten Projekte und entwickelten ein klares Verständnis für pädagogische Arbeit im MINIHAUS. Ein Vorteil, der sich auch langfristig auszahlt: Der Übergang in den Beruf verläuft deutlich reibungsloser als bei klassischen Studiengängen.
Übernahme in die Praxis
Ein besonders aussagekräftiger Gradmesser für den Erfolg des dualen Studienmodells ist die Übernahme der Absolventinnen in den regulären Betrieb. Marina und Franziska wurden nach ihrem Abschluss im MINIHAUS weiterbeschäftigt und übernehmen dort unmittelbar verantwortungsvolle Rollen.
Der Übergang in den Beruf verläuft dadurch nahezu nahtlos: Beide sind bereits mit Strukturen, Abläufen und pädagogischen Standards vertraut. Für den Träger bedeutet das einen klaren Vorteil – Fachkräfte, die im eigenen System ausgebildet wurden, sind sofort einsatzfähig und bringen ein tiefes Verständnis für die Arbeitsweise im MINIHAUS mit.
Was bleibt
Neben der fachlichen Entwicklung bleibt vor allem eines hängen: die persönliche Bindung.
Marina beschreibt das MINIHAUS als sehr familiär: „In meiner Gruppe sind wir wie Freunde. Wir haben uns immer geholfen und unterstützt – es war alles sehr nah, vertraut und nicht gezwungen.“
Auch Franziska hebt die besondere Atmosphäre hervor. Nicht nur in der Gruppe, sondern im ganzen Haus.
„Der Zusammenhalt ist sehr stark. Es fühlt sich nicht an wie Arbeit.“
Diese Stimmen bringen auf den Punkt, was das duale Studium im Minihaus ausmacht: ein Umfeld, in dem Lernen, Arbeiten und persönliche Entwicklung eng miteinander verzahnt sind.
Wir wünschen Marina und Franziska ganz viel Erfolg bei Ihrem Berufseinstieg im Minihaus!


