Ein Moment der Dankbarkeit

Familie Jakal aus dem MINHAUS Tölzer Straße über ihr Engagement für die Münchner Tafel

Wenn aus einer Idee gelebte Solidarität wird, entsteht oft etwas, das weit über eine einzelne Aktion hinauswirkt. Familie Jakal aus dem MINIHAUS München Tölzer Straße engagiert sich bereits zum dritten Mal bei der Aktion Weihnachten für Kinder der Münchner Tafel. In diesem Jahr haben sie dabei 35 Geschenke gepackt – ein außergewöhnlicher Einsatz, der aus tiefer Überzeugung entstanden ist.

Bewusstsein für Ungleichheit als Motivation

Der Impuls für das Engagement der Familie Jakal ist ein sehr persönlicher. Es ist das Bewusstsein dafür, wie selbstverständlich es für sie ist, ihren Kindern Wünsche zu erfüllen – und dass dies längst nicht für alle Familien gilt.

„Die Vorstellung, dass Eltern ihren Kindern zu Weihnachten nichts schenken können, ist einfach knüppelhart“, beschreibt Michael Jakal seine Gefühle. Diese Erkenntnis habe ihn stark bewegt und zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und den eigenen Möglichkeiten geführt.

Auch Corinna Jakal betont diesen Aspekt: Die Aktion sei für sie ein bewusster Moment des Innehaltens und der Dankbarkeit gewesen. Dankbar dafür, dass sie nicht rechnen müssen, wenn ihre Kinder sich etwas wünschen – und dass sie die Möglichkeit haben, etwas davon weiterzugeben.

Von den 35 Geschenken hat die Familie 25 selbst finanziert, weitere 10 wurden durch Freunde und Verwandte ermöglicht, die sie für die Aktion begeistern konnten. So wurde aus einem familiären Engagement ein kleines Netzwerk des Helfens.

Mitmachen statt nur darüber sprechen

Besonders wichtig war der Familie Jakal, ihre Tochter Lynn aktiv einzubeziehen. Die Fünfjährige war nicht nur beim Verpacken der Geschenke dabei, sondern traf auch ganz eigene Entscheidungen: Zehn ihrer eigenen Plüschtiere spendete sie für die Aktion.

Dabei entwickelte Lynn ein erstaunlich konkretes Verständnis für die Bedürfnisse anderer Kinder. Sie achtete darauf, ob Geschenke für Jungen oder Mädchen gedacht waren, wählte bewusst passende Spielsachen aus und erklärte sogar Freunden im MINIHAUS, warum diese Aktion so wichtig ist.

Die Stärke der Aktion: Nähe und Konkretheit

Familie Jakal hebt besonders hervor, wie wirkungsvoll die Aktion durch ihre konkrete und persönliche Ausgestaltung ist. Das Packen realer Geschenke und das aktive Tun machen den Unterschied zu anonymen Geldspenden.

Diese Form der Beteiligung habe bei der Familie sogar weitere soziale Aktivitäten angestoßen – etwa die Teilnahme an anderen karitativen Aktionen. Das MINIHAUS wird dabei als wichtiger Initiator und Multiplikator wahrgenommen, der soziales Engagement niedrigschwellig, greifbar und gemeinschaftlich möglich macht.

Hoffnung auf Freude

Ein Gedanke begleitete die Familie Jakal besonders: die Hoffnung, dass die beschenkten Kinder sich freuen können – und dass ihre Eltern die Hilfe ohne Scham, sondern als solidarische Geste annehmen.

Dass die Aktion wächst, bestärkt sie in ihrem Engagement. In diesem Jahr wurden insgesamt 350 Geschenke aus neun MINIHÄUSERN, dem IKC und der IBSM gesammelt. Für die Zukunft wünscht sich die Familie, dass noch mehr Menschen, Familien und auch Unternehmen erkennen, wie groß die Wirkung selbst vergleichsweise kleiner Beiträge sein kann.

Ein Engagement, das weiterwirkt

Für Familie Jakal ist die Aktion „Weihnachten für Kinder der Münchner Tafel“ weit mehr als ein einmaliges Projekt. Sie ist eine Gelegenheit, Dankbarkeit zu leben, Verantwortung zu übernehmen und Kindern Empathie vorzuleben – Werte, die lange nach Weihnachten Bestand haben.

Wir danken der Familie herzlich für dieses außergewöhnliche Engagement und dafür, dass sie zeigen, wie viel durch gemeinsames Handeln entstehen kann.

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