Wie entwickelt sich eine pädagogische Karriere über 15 Jahre hinweg – und was verändert sich dabei im Blick auf Kinder, Familien und Teamarbeit? Hausleitung Alana Küpper gibt Einblicke in ihren Werdegang im MINIHAUS und zeigt, wie sehr Erfahrung, Verantwortung und eigene Lebensphasen die Arbeit prägen.
Vom Zufall zur Berufung
Der Einstieg bei Minihaus war für Alana ursprünglich nicht geplant, sondern eher eine spontane Entscheidung. Nach einer kurzfristigen Absage für ihr Anerkennungsjahr bewarb sie sich „ganz blind“ – und wurde überrascht:
„Der freundliche Empfang hat mich sofort abgeholt. Da habe ich mir gedacht: Das finde ich gut.“
Was folgte, war ein intensiver Start: Als Berufspraktikantin war sie direkt an der Neueröffnung eines Hauses beteiligt – mit allen Herausforderungen, die das mit sich bringt. Der Einstieg war anspruchsvoll, teils holprig, aber auch prägend.
Schnelle Verantwortung und steile Entwicklung
Bereits nach kurzer Zeit übernahm Alana mehr Verantwortung. Nach nur 13 Monaten als Erzieherin wurde sie zur stellvertretenden Hausleitung – und wenig später selbst Hausleitung. Diese schnelle Entwicklung beschreibt sie rückblickend als herausfordernd, aber auch als große Chance, aktiv Strukturen mitzugestalten und Prozesse von Anfang an zu begleiten.
Nähe zu Kindern und Familien als Schlüssel
Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist bis heute die persönliche Beziehung zu Kindern und Familien:
„Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich jedes Kind persönlich kenne – und auch die Familien dazu.“
Gerade diese Nähe sei ein entscheidender Faktor für die Qualität der pädagogischen Arbeit. Minihaus versteht sie dabei nicht nur als Betreuungseinrichtung, sondern als eine Art erweitertes Familiensystem.
Führung zwischen Büro, Gruppe und Alltag
Als Hausleitung ist Alana nicht nur organisatorisch tätig, sondern weiterhin nah am pädagogischen Alltag. Diese Mischung aus Management und Praxis sieht sie als essenziell:
„Ich bin da, wo es brennt – egal ob in der Gruppe oder in der Küche.“
Diese Haltung stärkt nicht nur das Teamgefühl, sondern sorgt auch dafür, dass Entscheidungen praxisnah getroffen werden können.
Muttersein verändert den Blick
Eine der prägendsten Veränderungen in ihrer Laufbahn kam durch ihre eigene Familie. Als Mutter hat sich ihr Blick auf Kinder und Eltern erweitert:
„Ich kann manche Dinge heute ganz anders fühlen und mich besser hineinversetzen.“
Vor allem im Umgang mit Eltern sei sie heute noch verständnisvoller und reflektierter – insbesondere bei sensiblen Themen wie Schlaf oder familiären Belastungen.
Ein starkes Team als Fundament
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist für Alana die Stabilität im Team. Viele Mitarbeitende sind seit Jahren dabei, was Kontinuität und Vertrauen schafft. Gleichzeitig sorgen neue Kolleginnen, Praktikanten und Weiterbildungen für frischen Input und Weiterentwicklung.
15 Jahre MINIHAUS stehen für Kontinuität, Entwicklung und echte Verbundenheit. Alanas Weg zeigt, wie aus einem spontanen Einstieg eine langfristige Verantwortung und Leidenschaft entstehen kann. Ihr Blick auf die Arbeit ist dabei klar: Es geht nicht nur um Organisation oder Konzepte – sondern vor allem um Menschen.


